Reisen Amrum - Eine Reise ins Unbekannte

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Amrum - Eine Reise ins Unbekannte

Beitrag von Transwarp » 6. Apr 2013, 13:24

Am 23.03.2013 begann meine Reise in eine Ferne neue Welt wie man das auch immer so sagen kann. Sehr sehr weit von mir entfernt und ja natürlich hatte man sehr große Angst davor. Es war ja nicht nur die Länge der Reise, sondern auch viele unbekannte und was alles so passieren kann und die Vorzeichen waren ja schon extrem schlecht die Tage davor mit all den Streiks bei der Bahn und den Fluglinien. Es stand ja immer noch in den Sternen ob ich nun fliege was auch mein erstes mal gewesen wäre oder die 13 Stunden mit dem Zug auf mich nehme. Außerdem hatten ja die Fähren große Probleme zu fahren und selbst an meinem Anreisetag war es so schlimm das ALLE Mittagsfähren ersatzlos gestrichen wurden !!!!

Ich habe an meinem Fahrplan auch ein bisschen herum geschraubt weil ich wollte ja eigentlich mit dem französischen TGV Zug fahren nur 4 Minuten umsteigen in Stuttgart und dann meinem Zug nach Sylt mit einem anderen hinterherzufahren schien mir doch ein bisschen Riskant. Also fuhr ich eine Stunde früher von mir Weg um direkt in Stuttgart in meinen Nonstop Zug nach Westerland / Sylt einsteigen zu können. Weder erwarten sah man von der Großbaustelle am Hauptbahnhof nichts und der Zug hatte die letzten 2 Wagons wo dann nach Dagebüll umgeleitet wurden und ich hatte eigentlich einen schönen Platz in einem extra Abteil und es waren immer ein paar Leute drinnen es war aber nie überfüllt. Es schien so als hätten die anderen 4 wo auch Karten reserviert hatten die Reise aus besagten Gründen zuvor niemals angetreten. Es waren immer andere Leute teilweise mit im Abteil. Bis Hamburg lief auch soweit alles glatt und ich musste ja nicht mehr umsteigen. Auch war herrliches Wetter nur da nach kam wirklich teilweise der Winter etwas durch wie man auf den Fotos sieht und ja das Stück von Hamburg bis Itzehoe brauchte der Zug ewig. Die Strecke scheint nur eingleisig zu sein und der Zug blieb öfters auf der Strecke mal stehen und wir bekamen so leichte Verspätung, was aber nicht störte weil die Schiffe ja eh nicht gefahren sind !!

Irgendwann kamen wir dann doch endlich in Niebüll an, ein Bahnhof wo ich nicht umsteigen wollte als ich dessen Pläne studiert hatte. Na ja er sah dennoch sehr sehr schön aus und natürlich machte ich ein paar Fotos. Der Zug wurde hier getrennt für die weiterfahrt nach Dagebüll oder Westerland / Sylt und es kamen noch einige Leute hinzu wo mit nach Amrum wollten und sich wohl während der Fahrt in anderen Abteilen des Zuges aufgehalten haben. Außer rumpeln am Zug bekam man zwar nicht viel mit, war aber dennoch sehr interessant zu verfolgen. Die alternative wäre natürlich auch gewesen nach Sylt zu fahren und von dort mit dem Bus zum Hafen und mit der Express Fähre. Das hätte mir 2 Stunden gespart, nur fuhren die Express Fähren überhaupt wenn die normalen schon ausgefallen sind ? Und wie kommen ich vom Bahnhof zum Hafen wenn man nur 5 Minuten zum umsteigen hat ? Da ich alleine war, schien mir das alles sehr riskant und ich musste den langen Weg über Dagebüll nehmen.


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Amrum - Eine Reise ins Unbekannte

Beitrag von Transwarp » 6. Apr 2013, 13:25

Von Niebüll ging es dann weiter bis nach Dagebüll und alles was man hier oben im Norden so sah war unsere Zukunft, ähm ich meine die Windräder von unserem nicht Atomstrom welche ja bei uns im Süden nicht ankommen. Ich habe nur mit dem Handy hier die Fotos gemacht, darum sind diese nicht unbedingt hochwertig aber ich wollte eben etwas dieser fremden neuen Welt jenseits von Hamburg einfangen, weil man nicht sehr oft im Leben diese Strecke fahren wird. Zumindest bisher noch nicht. Man dachte schon immer den Hafen gesehen zu haben, weil ich kannte ja ein paar Fotos und Videos von Dagebüll Mole von Youtube usw. nur die Strecke zog sich dann schon ein ganzes Stück vor allem Stand ja der gesamte Zug und hat gewartet endlich aussteigen zu dürfen und am Hafen anzukommen. Der Zug fuhr jedoch munter eine Kurve nach der anderen und man Stand sich die Füße im Gang platt. Auf den Sitzen hatte es hier keinen mehr gehalten und man merkte wie die Anspannung stieg. Sind die Fähren da ? Wie wird Dagebüll Mole aussehen ? Und viele andere Fragen. . . :13:

Es war mittlerweile schon gut 18.30 und ja es standen ALLE Schiffe im Hafen. Jetzt musste man erst mal schauen das richtige Schiff zu bekommen weil ja nun 2 gefahren sind eines nach Föhr von der 1 und das nach Amrum von der 2 was ein ganz schönen Weg bedeutete. Gut das es angeschrieben war und man so nicht das falsche hätte nehmen können. Ich wollte eigentlich noch ein paar Fotos machen, aber es war erstes so was von kalt da draußen mir froren die Hände weg und die Technik was von dem Wetter auch nicht angetan. Wohlgemerkt es war herrliches Wetter nur der Wind war wörtlich fürn Arsch. Auch war ich getrieben weil beide Schiffe ja Abfahr bereit da standen ob es nicht doch pünktlich um 18.40 losfahren würde. Also habe ich geschaut das richtige Schiff zu erreichen und mich dort erst mal zurechtfinden müssen wie man dann nun in den Saloon kommt. Auf Oberdeck wollte ich an dem Tag nicht, obwohl ich von der Fahrt ja was sehen wollte. Aber meine Entscheidung war wohl genau richtig wie sich später herausstellte.

Ich machte es mir im Saloon des Schiffes also gemütlich und ich tat gut daran weil das Schiff war voll, es wurden ja sämtlich Mittagsschiffe gestrichen und hätte ich mir jetzt keinen Platz gesucht, hätte ich keinen mehr gefunden. Es gab ein bisschen was zu essen italienische Nudeln sowie warme und kalte Getränke (Speisekarte kann ich auf Wunsch nachreichen) na ja und ich musste aufgrund von Matze's Tipp die Waffeln auch noch probieren. In der Zwischenzeit versuchte ich natürlich drüben auf der Insel wen zu erreichen aber das klappte schon den ganzen Tag nicht und auch am Schiff jetzt nicht. Ich wurde langsam nervös weil das mit der Abholung von der Fähre ja geregelt sein sollte und keiner wusste ja wann die genau ankommt oder nicht. Um 19.00 kam dann endlich die Durchsage: "Wir probieren mal ob wir losfahren können . . . ." Na ja alleine schon diese Aussage versprach nichts gutes und wirklich des Schiff erzitterte unter der Wucht der Maschinen aber bewegt hat sich nichts. Der Versuch wurde noch einige Male unternommen und die Hoffnung schwand wirklich ob wir jemals von hier wegkommen. Endlich gegen 19.40 Uhr schob es sich langsam Zentimeter für Zentimeter aus dem Hafen und endlich lief die 90 minütige Fahrt rüber nach Amrum direkt. Die andere Fähre nach Föhr hing noch im Hafen fest und speziell diese Insel hatte eh enorme Probleme mit dem anlegen der Fähren. Leider hatte ich bis dato noch immer keine Andrea :11: erreicht und ja es kam wie es kommen musste: Kein Schwein war da um einen irgendwo abzuholen und ich Stand nun auf einer fremden Insel ohne Plan wie es nun weitergeht und wohin man muss !!

Keine Spur von Taxis weit und breit, Gott sei dank war der Bus dort wobei dieser auch recht voll war aber ich musste noch mit rein und ich wusste ja er hält irgendwo in Norddorf und erhoffte mir von dort den Weg zu finden. Die Fahrt ging mehr oder weniger problemlos und viele Leute lachten über die komischen Haltestellen Namen welche Sie hier auf der Insel hatten. Na ja irgendwann stand ich nun in Norddorf es war schon stockdunkel und dazu noch Arsch kalt !! Der Oodwai liegt ja bekanntlich nicht direkt und es gibt noch einige Querstraßen durch welche man erst mal durch muss vor allem wenn es dunkel ist. Gut das ich das neue Handy mit einer Karte hatte sonst hätte ich viel länger gebraucht. Natürlich kamen ständig die Anrufe von Zuhause und ich brauchte die Navigation und hätte zum telefonieren keine Zeit gehabt. Sie erreichten im Heim ja auch keinen unter den Nummern wo wir hatten und auch Sie kamen zu Andrea :11: nicht durch. Ich bin dann gelaufen durch die dunkle Nacht und überall sah man Lichter in der Ferne und dachte gut dahin muss ich, doch plötzlich waren die Lichter wieder weg und der Weg wurde auch immer dunkler. Straßenbeleuchtung und so was ist ja totale Fehlanzeige auf der Insel. Ich habe auch dem Navi nicht mehr vertraut und bin einfach den Weg weitergelaufen auch wenn ich nichts mehr sah und erfroren war und das System bitte nach links was mich mitten in die Dünen geführt hätte. Irgendwann kam ich endlich an und nur gut das die Türen offen waren und man ins Haus konnte. Ich fand auch gleich eine Toilette so das dieses Problem schon mal weg war. Na ja nun stand ich da, auch hier war keiner und zur Not hätte ich wohl auf dem Gang schlafen müssen, ein schrecklicher Gedanke zu dem Zeitpunkt. Natürlich wieder telefoniert und es war wieder keiner irgendwie erreichbar. Es mag ein Zufall oder Eingebung gewesen sein als plötzlich Andrea :11: neben mir auftauchte. Ich war ja in einem Bereich von Haus wo die normal nicht lang kommt und schon gar nicht an dem Abend wo doch keiner wusste das ich da bin wenn Sie nur ihre Mailbox immer dran hatte. Mein Zimmer war gar nicht soweit entfernt und praktisch nur um die Ecke, ich hätte das sicher noch gefunden wenn ich mich durchs Haus nach Suche von Leute begeben hätte. Doch Gott sei dank hat sich vor dem Exitus nochmals alles gedreht und ging mit einem blauen Auge nochmals gut.

Natürlich war ich schon sehr sauer wenn Sie nie ans Telefon geht und mich so stehen lässt andere hätten sicher umgedreht und wären wieder gegangen wäre es nicht so eine weite Strecke gewesen. Ich holte Sie damals bei mir ja auch ab und hätte mir niemals einfallen das sie den Weg zu mir nach hause hätte alleine durch die Nacht in einer fremden Stadt suchen müssen. Aber die Menschen sind nun mal unterschiedlich und so was ist manchmal auch Schicksal und Lebenserfahrung wo man bekanntlich erst mal machen muss. Wir gingen nachdem ich die Sachen auf dem Zimmer hatte noch durchs Haus und sollten uns beim Rest melden, doch die hatten nicht wirklich Zeit an dem Abend und das rundete alles mit dem schlechten Beigeschmack noch ab. Es war jetzt nur zu hoffen das es am nächsten Frühstück gab und das da dann wenigstens Leute dafür da waren. . . . . :19:
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