Reisen Meine Erlebnisse in Falkenberg-Elster

Erlebnisse meiner Reisen die mir wiederfahren sind mit Bildern und Erfahrungsberichte.
Forumsregeln
Hier werdet Ihr meine Reiseberichte und Geschichten finden wie Ich Sie erlebt habe und auch von anderen berichtet wurden. Es geht hier Dinge auch beim Namen zu nennen so wie Sie nunmal passiert sind und nichts unter den Teppich zu kehren. Andere mögen anders darüber denken, doch hier halte Ich das so fest wie Ich es erfahren habe oder mir übermittelt wurde.

* Maximal 5 Bilder pro Beitrag.
* Alle Bilder sind verkleinert dargestellt und auf klick seht Ihr Sie in der HD Größe.
* Nicht unbedingt für langsame Verbindungen geeignet.
Gesperrt
Benutzeravatar
Transwarp
Administrator
Administrator
Beiträge: 425
Alter: 45
Geschlecht:

Meine Erlebnisse in Falkenberg-Elster

Beitrag von Transwarp » 6. Dez 2014, 16:42

Falkenberg/Elster ist eine Stadt im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg, etwa 90 km südlich von Berlin, 65 km nordöstlich von Leipzig und 80 km westlich von Cottbus. Der Ort erlangte größere Bedeutung erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Entwicklung des Bahnhofs Falkenberg zum Eisenbahnknotenpunkt an drei Hauptbahnen.
Webseiten und weiter Hinweise:
h**ps://www.falkenberg-elster.de
h**ps://de.wikipedia.org/wiki/Falkenberg/Elster
Viel kann ich nicht sagen über diesen Ort, wie oben bereits erwähnt ist der Knotenbahnhof hier das besondere wo eben nunmal Orte wie Lauchhammer mit Leipzig unter anderem verbindet. Interessant ist die Form des Bahnhof wo einem Knoten gleicht. Die Züge halten hier nicht nur und man steigt einfach um, nein sie wechseln genau die Himmelrichtung die einen fahren von Süd nach Nord und den anderen von West nach Ost. Sowas geht natürlich nicht auf einem normalen Bahnhof und darum gibt es hier 2 Ebenen damit Sie ich Züge nicht kreuzen. Die Züge nach Leipzig halten auf dem oberen Teil des Bahnhofes und die nach Lauchhammer auf dem unteren. Man muß also über viele Treppen oder Aufzüge leider oft recht schnell den Bahnstieg auf verschiedene Höhen wechseln. Ich habe mich natürlich vorab schon bißchen Informiert weil genau hier war ja immer der Dreh und Angelpunkt ob und wie die Verbindungen möglich waren. Wenn es hier nicht passte konnte man den Rest der Fahrroute vergessen. :07: :5E:

Es war ja auch schon spät wo ich hier ankam und recht dunkel. Außerdem kannte ich mich weder aus noch war ich hier schonmal. Das Zeitfenster mit 5 Minuten war recht knapp und man weiß ja nie wie lange man braucht vorallem, weil mein Zug auf dem Weg nach Leipzig auch wiedermal etwas gehangen hat. Die Bahn ist ja so superschlau und lässt auf der Strecke S-Bahnen auf ICE Schienen fahren und wie man auf dem Leipziger Bahnhof lesen konnte und auch gesehen werden die die Verbindungen in der Region erst die nächsten 5 Jahre mal so langsam gebaut. Auch der Bahnhof in Leipzig sowie der hier in Falkenberg sind nagelneu und der hat sogar Aufzüge. Bißchen ärgerlich war ich das schon, wenn man bedenkt was die wohl die letzten 20 Jahre gemacht haben und erst jetzt mit so wichtigen Projekten wie Eisenbahn Ausbau anfangen zu bauen. Aber das ist wohl halt auch die Bahn, Jahrzente lang auf der Faulen gelegen wo doch immer soviel Gelder einbezahlt wurden. Aber die haben gerade soviel Baustellen, Leipzig HBF, Stuttgart usw und was bei uns alles neu gebaut wurde, da fragt man sich wo die die Milliarden her haben wenn man das auf ganz Europa hochrechnen würde wenn die überall so bauen.

Der Zug nach Leipzig fuhr ja morgens und war schön leer und ich hatte ja schönen Platz an einem Tisch wo ich für mich alleine hatte. Es hätte sogar Platz für Gepäck gehabt. Ich fuhr ja nur mit Rucksack wo neben Laptop auch alles andere mit drinnen war, Klamotten und die Geschenke wo man mitbringt. Wollte ja darum auch nicht zu lange bleiben und Koffer mit überfüllten Zügen wie damals der von Amrum zurück wollte ich dringend vermeiden. Kartenkauf und Ausdruck übers Internet ging ja Reibungslos. Wie gesagt mußte in Leipzig auch erstmal gucken wo die Züge wegfahren weil es ja auch Optionen mit einer S-Bahn irgendwo im Untergeschoß des BHF gab, was ich aber vermeiden wollte. Wenn man nur gut 10 Minuten und der Zug gerade mal so die Verspätung ausgleichen konnte, wollte man sich nicht auf viel Suchen einlassen.

Ich kannte von damals die alten doppelstöckigen Regional-Expresse der Bahn die bei uns noch immer fahren, und war über den Komfort der neuen Züge hier erstaunt. Wie sich später herausstellte sind diese neuen Regionalexpresse mit den Blauen Sitzen fast überall verbreitet und nicht nur für den Raum Leipzig geordert worden. Schön mit Display and Ansagestimme wo und wie man aussteigen muß. Sowas hätte man sich bei den großen auch mal immer gewünscht. Falsch machen konnte man praktisch nicht viel. :31:

In Falkenberg-Elster dann raus und ich wußte ja das ich nach unten muß und es schnell gehen mußte. Also nahm ich die Treppen auf den nächsten Bahnsteig wo auch alle anderen des Zuges runtergelaufen sind. Wie sich das rausstellte war das natürlich falsch und die wollten alle garnicht nach Lauchhammer. Mein Zug stand am unteren Gleis schon abfahrbereit da. Es kam natürlich jetzt bißchen Panik auf wie man auf die andere Seite rüberkommt. Es gibt hier ja viele Wege und Treppen ich entschied mich mit dem Aufzug wieder hochzufahren und dann auf der anderen Seite wieder runter. Es war natürlich ein Roulettspiel, so Aufzüge sind nicht immer unbedingt schnell mit mein Rucksack war dazu auch noch Tonnenschwer. Schon Wahnsinn was so ein Laptop wiegen kann. Unter stand schon der Schaffner wo mit dem Zugführer gebabbelt hat. Wohl Glück so konnte ich noch gut in den Zug einsteigen und war froh das alles soweit ohne Probleme geklappt hat. Jetzt noch bis nach Lauchhammer und dort aussteigen. Naja ob die Abholung stand wußte ich noch nicht und um die Zeit wäre ich wohl weder mit Bus noch Taxi irgendwie weitergekommen. Sowas haben die ja alles eingestellt und der Bahnhof dort ist ja auch mehr oder weniger Tod. Gut daran dachte ich jetzt nicht und war froh im Zug zu sein. :06:

Wie ich später mal erfahren habe soll es schonmal passiert sein, das auf der Strecke der Zug stehenblieb wegen eines Stromausfalls. Nun so gesehen hatte ich das schon wieder mal richtiges Glück gehabt. Es war dunkel und ich auch in Eile, darum war mit Fotos machen auf der Hinreise erst mal nichts. :30:
- :39: "Es gibt keine Schlüssel von Glück. Tür ist immer geöffnet! Die Welt gehört demjenigen, der sich darüber freut!" :39: -


Benutzeravatar
Transwarp
Administrator
Administrator
Beiträge: 425
Alter: 45
Geschlecht:

Falkenberg-Elster

Beitrag von Transwarp » 6. Dez 2014, 17:27

 
Auf der Rückfahrt konnte ich diese 2 Fotos machen und ich hatte bischen Zeit weil ich auf dem Zug warten mußte und ich mich mit dem Bahnhof auch besser auskannt und mal das Treppenlabyrinth dort abgelaufen bin. Natürlich waren auch mehr Leute unterwegs die wo eh alle nach Leipzig wollten. Einmal das Foto hier vom oberen Bahnsteig welche nach Leipzig führt. Man sieht hier alles ist neu und auf schön die beiden Aufzüge. Es soll ja wirklich Bahnhöfe geben wo man auch über so Brücken einsteigen muß und der Zug auf Gleis 2 abfährt und die auf Gleis 1 nur Güterzüge fahren lassen. Aber leider haben die keine Fahrstühle dort für Rollstuhlfahrer und Co., da ist Falkenberg-Elster hier wirklich ein Musterrbeispiel :3B:

Ich habe noch ein Foto von oben gemacht auf die unteren Gleise mit den Zügen von und zu Lauchhammer. Diese alte Baracke auf der rechten Seite wo gerade kein Zug steht führen nach Lauchhammer. An dem Tag wo ich angekommen bin stand ich erstmal auf der Seite der Gleise wo jetzt der Zug steht und so einfach kommt man da ja nicht auf die andere Seite. Hier ist halt fatal wenn sowas passieren würde weil nur alle 2 Stunden Zügen nach Lauchhammer fahren und Abends irgendwann mal Schluß ist. Wie mit den Schiffen nach Amrum, ab gewissen Uhrzeiten steht man halt da. Ob und wie weit es mit dem Auto nach Falkenberg-Elster gewesen wäre um einen von dort abzuholen weiß ich nicht, auf den Karten sieht das immer klein aus.

Hier klappte ja alles besser mit dem Zug und wenn ich in Leipzig war sollte normal nichts mehr schiefgehen, dachte ich zumindest. . . :31: :2E:

Der Zug fuhr in Lauchhammer heran auf dem mittleren Gleis, man mußte also erstmal über ein anderes steigen. Ich dachte nun meine Begleitung kommt mit das man sich hätte an der Zugtür verabschieden können, leider war es wohl nicht so und die blieben leider hinten am Bahnhof stehen, so das man nichtmal richtig lebewohl sagen konnte. Der Zug fuhr los und eigentlich sollte man sich freuen, aber nein dem war nicht so. Ich wollte den Zug anhalten und aussteigen und ich mußte sehr viele Tränen im Zug verkneifen. Unter einem wegen dem verpatzen Abschied am Zug noch wegen der Sehnsucht wieder zurück nach Lauchhammer zu wollen, bzw. dort zu bleiben. Ja das Leben ist dort anders, eventuell einsam aber man freut sich einfach und genießt dieses neue andere Leben und denkt mit welchen einfachen Mitteln man auch zufrieden sein konnte. Man braucht dafür kein schönes Zuhause oder Reichtum, es reichen oft die einfachen Dinge. Ich sah einige im Zug mit Ihren großen Paketen mit Christstollen wo Sie mit nach Hause bekommen und dachte mir auch, was die nun so gerade denken. Gut ich bekam auch einen mit, jedoch war mir der ja nicht so wichtig und essen tut man sowas ja auch nicht. Nein mir fehlte etwas sehr wichtiges in meinem Herzen, etwas was man gern hat und dafür alles tun würde. Ich wollte einfach nichtmehr nach Hause fahren. . . :2F: :2F: :2F:

In Leipzig fuhr dann mein Zug entgegen der Regel wohl auf einem anderen Gleis weg und da gegenüber ein ICE stand bei dem der Strom ausgefallen war, was im Bahnhof kaum möglich sein konnte. Daher konnte mein Zug nicht einfahren und auch aufs andere Gleis. Hatten bereits 20 Minuten Verspätung beim losfahren, und ich war zuerst noch im falschen Wagon drinnen wo ich meinen Platz zwar fand, mich aber wunderte das es nicht richtig angeschrieben war und schon andere Leute saßen. Ich mußte also erstmal ins richtige Abteil nach der kurzem Aufklärung. Anmerkung von mir: Es ist auch selten Bescheuert in jedem Wagen die gleichen Sitzplatz Nummern zu haben anstatt die richtig aufsteigen durchzunummerieren. :32:

Dann wieder das Problem mit 2 S-Bahnen auf meiner Schnellzug-Strecke, sowas kann und darf nicht sein. Der ICE hat mit 120 km/h gebummelt, da laufe ich ja noch schneller- Erst kurz vor Augsburg wo ich aussteigen mußte hat er mal auf 200 km/h beschleunigt, konnte man dann auch die 20 Minuten Verspätung nicht mehr aufholen und mein Zug nach Ulm war natürlich schon lange weg. Meine Fahrkarte war halt auch Zuggebunden und ich wußte jetzt nicht wie das mit dem Ticket geht und einem anderen Zug. Der Fahrkarte hat ja auch nur 29 Euro gekostet für die ganze Strecke. Aber das war noch nicht alles was mir den Abend passieren sollte. . . :08:

Es fuhr ein Regionalzug weiter auf dem anderen Bahngleis, erstmal hatte ich nichtviel Zeit nur gut 4 Minuten und dann natürlich auf den Bahnsteig und in den Zug eingestiegen wie es normal ist. Was ich bis dato nicht wußte, war die 2te bescheuerte Angelegenheit wo die Bahn neuerdings hat !! Die lassen verschiedene Züge auf dem gleichen Bahnsteig abfahren und was wie ein Zug aussieht sind dann aber zwei und natürlich war der vordere meiner und da einige auch den Zug suchten und welchen in meinem sagten das sei das vordere stieg ich irgendwann auch gottseidank aus, sonst wäre ich ganz woanders gelandet. Ja es war im Zug innen drin angeschrieben, aber ich dachte es sei der nächste Halt und nicht das Endziel des Zuges. Gut das ich da noch rausbin sonst wäre ich an dem Abend auch nimmer nach Hause gekommen und so Regionalzüge fahren ja auch nicht unbegrenzt lang. Ich hatte hier großes Glück. Natürlich war mein Zweiter Zug nach Hause auch weg und ich mußte erstmal den Fahrplan studieren und auf den nächsten Schnellzug waren. Meine Ankunft Zuhause verzögerte sich so gut um eine Stunde, nur weil bescheuerte S-Bahnen auf ICE Gleisen fahren und seit 20 Jahren noch immer keine neuen Gleise bis nach Leipzig gebaut wurden. Ich saß jetzt im nächsten ICE, es war noch nur eine Station und ich hoffe eigentlich das kein Schaffner kommen würde, was lange Zeit auch nicht so aussah. Meine Karte war ja nicht für den Zug und Sitzplatzkarte ich ja auch keine. Die Frau machte gottseidank keinen großen Aufstand und ich konnte dann entspannt den Rest der Fahrt genießen und mich auf zu Zuhause freuen.

Mein Herz war noch immer in Lauchhammer gefangen, so wie wohl noch immer ein Teil auf Amrum gefangen ist. Es stellt sich mir die Frage wie oft man ein Herz eigentlich teilen kann und wieviele Teile man wo zurücklassen kann. :14: :0B:

Ich hoffe das hat ein bißchen Gefallen, ich mußte bischen was erzählen sonst hätte ich hier wohl nicht genug Stoff für die 2 Bilder zusammenbekommen. . .
- :39: "Es gibt keine Schlüssel von Glück. Tür ist immer geöffnet! Die Welt gehört demjenigen, der sich darüber freut!" :39: -


Gesperrt